Über Lebensentscheidungen, Bereuen & Ziele

*enthält Werbung für Pilot

Es gibt so eine Sache, die bereitet mir einfach grundsätzlich Schwierigkeiten. Das fängt vor dem Müsli-Regal im Supermarkt an und hört mit existentiellen Dingen wie der Jobwahl auf. Oder hört sie überhaupt irgendwo auf? Ich habe gerade nicht das Gefühl. Die Rede ist jedenfalls von Entscheidungen. Kleine, große, wichtige, unwichtige Entscheidungen – ganz egal. Es fällt mir schwer. Denn wer einen Weg geht, der lässt den anderen hinter sich und entscheidet sich nicht nur für sondern auch gegen eine Sache. Blöd nur, dass ich mich gerade in einer Lebensphase befinde – nach abgeschlossenem Studium und mit lauter Fragezeichen im Kopf – in der ich nicht nur eine sondern gefühlt täglich mehrere Entscheidungen treffen muss. Wie passend, dass mich Pilot* nach meinen Up & Down Momenten gefragt hat – nach unvergesslichen Erfahrungen und nach Entscheidungen, die ich bereue. Deshalb nehme ich mir gerne diesen Moment, schenke mir ein Glas Wein an meinem Homeoffice ein, zünde eine Kerze an und lasse euch einfach mal an meinen Gedanken teilhaben.

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Dass ich Entscheidungen und besonders Lebensentscheidungen nicht so gerne treffe, habe ich euch ja nun schon deutlich gemacht. Woran das liegt kann ich eigentlich auch schnell beantworten: Meistens nicht aus Angst vor dem Weg A, für den ich mich entscheide, sondern eher aus Angst, das Zurücklassen von Weg B, den ich damit nicht gehe, zu bereuen. Wenn ich aber auf meine vergangenen Entscheidungen zurückblicke, fällt mir tatsächlich keine Entscheidung ein, die ich bereue. Neulich wurde ich in einem Bewerbungsgespräch gefragt, was ich im Nachhinein an meinem Lebenslauf ändern oder rückgängig machen würde. Die gleiche Frage habe ich mir dann für mein Leben gestellt. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Ich würde nichts rückgängig machen. Denn schließlich hat jede Erfahrung, jedes Erlebnis, egal wie schön, wie traurig, wie schmerzhaft oder wie schwer, mich am Ende dahin gebracht, wo ich jetzt stehe. Und das ist ein gutes Gefühl.

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Jetzt wo ich so hier sitze und mich mal konkret mit diesen Gedanken auseinandersetze, frage ich mich: Warum machen wir uns eigentlich immer so verrückt, wenn es um Entscheidungen geht? Eigentlich sollten wir uns öfter vor Augen führen, dass Entscheidungen ein Privileg sind: Nicht jeder hat den Luxus, über den eigenen Weg zu entscheiden. Anstatt sich also zu Tode zu denken, Nächte drüber zu schlafen, Pro und Contra Listen zu schreiben, die sowieso nicht objektiv sind, sollten wir einfach mal mehr auf unser Bauchgefühl hören. So entscheiden, wie wir (also wirklich wir und nicht alle anderen um uns herum) es für richtig halten und zu dieser Entscheidung auch stehen. Auch wenn es zu einem späteren Zeitpunkt als die falsche Entscheidung wirken mag: Zu dem Zeitpunkt, zu dem wir sie treffen, ist sie die richtige und das ist gut so.

Das ist mein Ziel für die Zeit die ich gerade durchlaufe – und gerne würde ich auch euch da draußen dazu motivieren, Entscheidungen so anzugehen. Erst heute habe ich wieder eine solche Lebensentscheidung getroffen. Sie ist mir nicht leicht gefallen, aber ich habe auf mich und mich allein gehört und es fühlt sich toll an. Als Motivation habe ich noch zwei schöne Sprüche zu diesem Thema mit den Pilot Frixion Stiften gelettert! Ihr könnt die beiden Letterings zum Ausdrucken hier und hier downloaden :)

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Und nun würde mich interessieren: Habt ihr Entscheidungen in eurem Leben getroffen, die ihr jederzeit wieder fällen würdet? Habt ihr auch Erfahrungen gemacht, die ihr gerne wieder rückgängig machen würdet? Unter dem Motto „Ausprobieren“und „Wegradieren“-Momente könnt ihr bei der Aktion von Pilot* bis 15. Oktober ein Bild davon hochladen und jede Menge gewinnen! Ich würde mich freuen, eure Erfahrungen zu entdecken!

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Comments

  1. Ein sehr schöner Post :) Und ich kann dieses Gefühl nach dem Uni Abschluss gut nachvollziehen, das war bei mir ganz genauso! Ich habe mich nach einer ganzen Zeit nochmal entschieden ein neues Studium anzufangen, statt in einem Job zu arbeiten, der mich unglücklich gemacht hätte. Bis jetzt bereue ich diese Entscheidung nicht :) Ich wünsche dir ganz viel Glück, was auch immer die Zukunft bringen mag ;)
    Liebe Grüße, Phine

    • Liebe Phine, das war ganz sicher die richtige Entscheidung, denn einen Job, den man nicht mag, zu machen ist wirklich keine schöne Aussicht. Danke für deine lieben Worte und fühl dich gedrückt!

  2. Sehr schön geschrieben. Ich kann ganz genau nachvollziehen wie du dich gerade fühlst da es mir nicht anders geht. Ich denke zu viel nach, anstatt einfach mal zu machen oder abzuschalten und mich treiben zu lassen!

    • Dann bin ich ja nicht die einzige ;) Aber es ist gut, ab und an wieder runterzukommen und einfach das zu tun, was sich richtig anfühlt! Alles Liebe zu dir!

  3. Erstmal: tolle Bilder. Ich mag die Frixion Stifte sehr gern. (:

    Puh. Entscheidungen fallen mir momentan auch sehr schwer…
    Ich hab‘ mich mit ca. 14 freiwillig entschieden sitzen zu bleiben und ein Schuljahr zu wiederholen. Weil ich einfach wusste, dass es die beste Entscheidung sein würde. Es war am Anfang hart, aber im Endeffekt war es eine richtig gute Entscheidung. Ich hab‘ zwar kurz danach beschlossen die Schule komplett zu schmeißen & eine Lehre zu machen (übrigens auch eine meiner besten Entscheidungen überhaupt), aber es war alles gut wie es gekommen ist. :) Rückgängig machen würde ich auch einiges, aber das findet hier keinen Platz. ^^“

    • Das klingt nach einer großen Lebensentscheidung – und tatsächlich, obwohl sie schwer war, war sie die richtige! Das ist wirklich ein tolles Gefühl im Nachhinein, nicht wahr? Toll, dass du schon so wichtige (und gute) Entscheidungen getroffen hast!

  4. Hallo liebe Lea,
    klar gibt es einige Dinge in meinem Leben, die ich im Rückblick anders machen würde. Von der Wahl der Leistungskurse in der Schule bis zum Studium oder dem ersten Job … aber im Endeffekt hat all das mich dahin geführt, wo ich jetzt bin. Und damit bin ich eigentlich sehr glücklich. Vielleicht war jede dieser Entscheidungen nötig, damit ich genau hier lande?

    Ich treffe allerdings auch schrecklich ungern Entscheidungen. Schon wenn mein Mann mich abends fragt, welchen Film wir heute gucken wollen, fühle ich mich plötzlich ganz schrecklich unter Druck gesetzt … obwohl die Entscheidung total banal ist. Verrückt!

    Liebe Grüße
    Caro

  5. Das mit den Entscheidungen kann ich gut nachvollziehen. Aber ich finde, deine Erkenntnis ist total wichtig, dass eine Entscheidung, die sich richtig anfühlt, dann in dem Moment auch richtig ist. Was nützt es, im Nachhinein mit einer Entscheidung zu hadern? Ändern lässt sie sich eh nicht, man kann höhstens versuchen für die Zukunft daraus zu lernen.

    Mal zwei Beispiele: Ich wollte IMMER nach Neuseeland. Als Studentin der Anglistik bot sich das auch irgendwie an… Mein damaliger Freund war natürlich nicht begeistert. Anstatt für ein Jahr zu gehen, was ich eigentlich vor hatte, und wofür ich auch sehr gute Chancen auf ein Stipendium gehabt hätte (2:1!!!), ging ich ihm zuliebe nur für ein halbes Jahr. Für ein Semester gab es keine Stipendien, ich musste also alles selbst zahlen. Eine sehr teure Entscheidung. Dreimal darfst du raten, was dann passiert ist. Er hat sich neun Monate vor der Abreise von mir getrennt. Zu dem Zeitpunkt waren die Bewerbungsfristen für Stipendien natürlich abgelaufen. Toll! Hätte ich das mal eher gewusst! Ich hab mich natürlich schwarz geärgert. Aber ganz ehrlich: Damals war fühlte es sich richtig an, also war es auch richtig. Ich hatte in Neuseeland die Zeit meines Lebens, unglaublich intensiv – ob das wohl auch so gewesen wäre, wenn ich doppelt so lange dort geblieben wäre?

    Entscheidung Nummer zwei liegt jetzt ein Jahr zurück. Mein Mann und ich hatten uns vorgenommen, eine Weltreise zu machen – endlich wieder nach Neuseeland, yippie! Ich habe ein Sabbatjahr beantragt und musste drei Jahre lang dafür auf ein Arbeitszeitkonto einzahlen. Viel Zeit für Vorfreude also. Dann wurde mein Mann mit der Uni fertig und fand erstmal keinen Job. Als er schließlich, nach 10 Monaten Jobsuche und über 80 Bewerbungen unbefristet (!) eingestellt wurde (das war im Oktober 2016), war für mich klar: Die Weltreise könnte ich nicht genießen, wenn danach nochmal so ein Bewerbungsmarathon auf uns wartet, Geldsorgen und Selbstzweifel inklusive. Ich kann dir sagen, das war eine der schwersten Entscheidungen unseres Lebens, da sind reichlich Tränen geflossen. Ich bin immernoch wehmütig, wenn ich daran denke, dass ich jetzt eigentlich durch Südamerika tingeln und Silvester in Sydney feiern würde, wenn wir uns anders entschieden hätten. ABER: Diese Entscheidung hatte auch SO VIELE positive Folgen: wir haben mit der Rückzahlung aus meinem Arbeitszeitkonto ein Haus finanziert und die Familienplanung vorgezogen (da hätten wir sonst nach der Weltreise mit angefangen). Heute konnte ich im Ultraschall zum ersten Mal das kleine Herz schlagen sehen!!! Warum sollte ich also noch wehmütig sein? Wir reisen einfach in Elternzeit, dann nicht gleich ein ganzes Jahr, aber so drei Monate, wenn alles gut geht und das Baby gesund ist. Win win, sozusagen ;-)

    Fazit meines unglaublich langen Kommentars: Positiv denken! Es ist müßig, in hätte-könnte-wäre-Gedankenspiele zu verfallen. Die Vorteile einer Entscheidung sehen, nicht die Nachteile. Und: Entscheidungen nicht zu lange vor sich herschieben, dann hängen die nur wie so ein Damokles-Schwert im Hinterkopf und lassen einen nicht zur Ruhe kommen. Wenn man sich entschieden hat, dabei bleiben und sich vor allem nicht von anderen verunsichern lassen. Klar ist es für meine Mama leicht zu sagen: Ich hab dir gleich gesagt, die Weltreise ist bescheuert. Aber sie musste dafür auch nicht ihren Traum begraben. Mal sehen, was sie von Australien und Neuseeland mit Kind hält ;-)

    Ganz liebe Grüße aus Bochum!

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