Urlaubserinnerungen: Wie das Gefühl anhält

Heute noch mit einem guten Buch in der Sonne liegen, einen Sprung ins Wasser wagen und bei einem Glas Limonade auf der Liege die Ruhe genießen. Am nächsten Tag wieder da, auspacken, waschen, Wecker stellen für den kommenden Arbeitstag. Wieder im Alltag angekommen und keine Zeit, viele Gedanken an den vergangenen Urlaub zu verschwenden. Eine Woche später dann die Erkenntnis: Ich bin schon wieder seit einer Woche hier – und es kommt mir vor, als wäre ich nie weggewesen. Kennt ihr das Gefühl? Viel zu oft ist es mir jetzt schon passiert, dass ich mich bei der Rückkehr vom Urlaub so schnell wieder in den Alltag geschmissen habe, dass ich die ganzen Eindrücke, Erlebnisse und schönen Momente gar nicht mehr so sehr verarbeiten konnte. Aber das hat jetzt ein Ende, denn ich habe mir ein paar Tricks angeeignet, um das Urlaubsgefühl so lange wie möglich anhalten zu lassen und die Urlaubserinnerungen gut festzuhalten. Wollt ihr sie auch erfahren?

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Meine gedankliche Verarbeitung vom Urlaub beginnt meistens schon auf der Rückreise. Ich bin zwar jemand, der sehr schnell wehmütig wird, wenn es zurück geht, und der am liebsten den Flug verpassen würde, um noch ein paar Tage dran zu hängen. Am Anfang habe ich deswegen immer versucht zu verdrängen, dass es vorbei ist und einfach an gar nichts zu denken. Aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass man damit auch die ganzen schönen Erinnerungen verdrängt. Also habe ich mir angewöhnt, schon im Flieger nach Hause noch mal alles im Kopf durchzugehen, was ich die ganzen Tage erlebt habe. Und zwar so von Anfang bis Ende, in der richtigen Reihenfolge. Dabei wird einem meistens klar, wie viel man eigentlich gesehen hat und mit ein bisschen Übung kann man sich dann sogar einreden, dass es deswegen doch in Ordnung ist, dass der Urlaub auch schon wieder vorbei ist.
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Zu Hause angekommen, versuche ich immer, mir erstmal nichts vorzunehmen. Natürlich hat man nicht immer die Wahl, einen freien Tag einzulegen, bevor es wieder losgeht. Aber zumindest den Abend versuche ich, mit meinen Gedanken und Eindrücken zusammen zu verbringen – dann hält das Gefühl länger an, nicht gleich wieder im Alltag angekommen zu sein. urlaubserinnerungen-3
Und dann gibt es natürlich noch ein paar kleine Tricks, um die Urlaubserinnerungen möglichst für immer festzuhalten. Was ich eigentlich schon immer mache, ist ein kleines Urlaubsbüchlein zu führen: Ich nehme meist ein kleines leeres Notizheftchen mit und da wird dann regelmäßig notiert, was wir alles gemacht und gesehen haben. Natürlich hat man im Urlaub nicht unbedingt Lust, Riesenromane zu schreiben, aber so ein paar Stichpunkte und Kritzeleien kommen immer zusammen und so freue ich mich jedes Mal, wenn ich die Büchlein wieder durchsehen und in Erinnerungen schwelgen kann. Und ein besonderer Pluspunkt ist es, wenn einen Freunde nach Tipps fragen und man einfach schnell nachlesen kann, wie dieses wunderbar schnuckelige Kaffee im pariser Künstlerviertel hieß!

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Was lange Zeit eine große Baustelle bei mir war, waren die Urlaubsbilder. Ich liebe es, lauter Schnappschüsse zu machen und am besten ein und das selbe Objekt von fünf verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven abzulichten. Allerdings blieben die Fotos dann meist unsortiert in irgendeinem Ordner auf dem Desktop oder auf der Festplatte, ohne oft Aufmerksamkeit zu bekommen. Deshalb nehme ich mir immer vor, zeitnah die Fotos auszusortieren (und dabei noch mal in Erinnerungen zu schwelgen) und auch ein kleines analoges Fotoalbum zu erstellen. Was auf Papier ist, ist halt dann einfach doch greifbarer und ich schaue es mir so gerne an.

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Da auch Erinnerungen durch den Magen gehen, liebe ich es auch, typische Rezepte aus der Urlaubsregion nach Hause zu bringen und nachzukochen. Das ist zwar teilweise eine große Herausforderung, es genau so hinzubekommen, wie man es in Erinnerung hat, aber die Urlaubsgefühle kommen dabei garantiert – wenn auch für kurze Zeit – wieder hoch!

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Wie lange hält bei euch das Urlaubsgefühl an? Und wie haltet ihr Urlaubserinnerungen fest?

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Comments

  1. Ohja! Ich kann das gut nachvollziehen. Oft ist man doch wieder viel zu schnell im Alltag und von all den schönen Eindrücken kann man nicht mehr lange zehren… Ich habe mir jetzt auch vorgenommen von jedem noch so kleinen Urlaub wenigstens ein kleines Erinnerungsbuch/Fotobuch zu machen. Das geht ja mit App heutzutage so ratzfatz und ist gar keine große Angelegenheit mehr… Und dann gibt es sowieso immer eine Urlaubskiste. Dort sammel ich dann kleine Erinnerungen an den Urlaub (Prospekte, Belege, Erinnerungsstücke). Allerdings müsste ich die auch mal wieder sortieren. hach.

  2. Ohja, die Gefühle, die Du beschreibst kenne ich gut. Ich bin meist schon die letzten anderthalb Tage des Urlaubs wehmütig, weil ich weiß, dass es bald zuende ist. Das werde ich wohl auch nie ablegen können. Dafür schaffe ich es mittlerweile meistens, das Urlaubsgefühl noch möglich lange zu behalten – und das gelingt mir überwiegend durch Photos. Ich sortiere die Bilder meist zeitnah nach dem Urlaub, lösche zwar (fast) keine Bilder, erstelle aber ein Best-of-Album und lade die mir liebsten Bilder bei Flickr hoch – zum Teilen mit Freunden. Außerdem schreibe ich Blogartikel über meine Urlaube – und finde, dass das Revue passieren lassen ganz besonders gut tut (meist mithilfe des im Urlaub geschriebenen Reistagebuchs!). Und spätestens wenn ich dann Bilder drucken lasse und ein Album draus mache, dann kommt das Urlaubsgefühl wieder hoch. So geht es mir gerade mit den Bildern von meinem Englandurlaub – der ist jetzt exakt ein Jahr her und gerade gucken wir täglich die Bilder von genau dem Tag an, entscheiden welche wir drucken lassen und dann geht es ans Einkleben – eine Arbeit die ich liebe!

    Danke also für Deinen tollen Artikel dazu und liebe Grüße!

    • Das finde ich eine total schöne Idee, dass ihr euch Tag für Tag die Erinnerungen noch einmal anseht!
      Fotos sind halt einfach echt eine tolle Möglichkeit, auch Gefühle und Momente festzuhalten!

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